Pflegereform 2013  und 2015 - Leistungsverbesserung der gesetzlichen Pflegeversicherung

Zum 1.1.2013  ist die Pflegereform in Kraft treten. Der Beitragssatz der gesetzlichen Pflegeversicherung wurde um 0,10 Punkte angehoben. Mit dieser Beitragserhöhung sollen rund 1,12 Milliarden Euro zusätzlich eingenommen werden. Besonders Demenzkranke werden gefördert, daher auch "Pflegereform für Demenz".

Zum 1.1.2015 ist eine weitere Pflegereform in Kraft getreten. Mehr Leistung in der gesetzlichen Pflegeversicherung für:

Geld für Umbauten - für Demenzkranke - und erstmals als Vorsorge (0,1% des Beitrages werden in einen Pflegefond einbezahlt, welcher ab dem Jahre 2030 die Pflegekosten, abfedern soll).

Die Pflegezusatzversicherung wird ab 1.1.2013 staatlich gefördert

Seit 2013 wurde der sogenannte Pflege Bahr eingeführt.

Dieser Tarif, welcher von den privaten Pflegeversicherungen angeboten wird, bietet eine Grundleistung von mind. 600 Euro in der Pflegestufe 3, keine Gesundheitsprüfung, jedoch eine 5-jährige Wartezeit. Der Tarif wird mit 5 Euro monatlich, staatlich, gefördert.

Finanztest hat in den Ausgaben 05/2013 und 05/2015 die Tarife getestet und konnte keinen Tarif empfehlen, da diese recht teuer, eine lange Wartezeit haben und die Leistungen derart gering sind, dass selbst im Pflegefall z. B. Pflegestufe 0 (Demenz), nur 60 Euro bezahlt werden.

Eine ungeförderte Pflegetagegeldversicherung bietet wesentlich größere Vorteile, wie z.B. Beitragsfreistellung, keine Wartezeiten und höhere Leistungen.

Demenz ohne Pflegestufe

Bisher wurden 100 Euro bei leichter Demenz und 200 Euro bei schwerer Demenz bezahlt. Nun wird dieser Betrag um 120 Euro bei Betreuung durch Angehörige und 225 Euro bei Leistungserbringung durch den Pflegedienst erhöht.

Pflegestufe 1 und Demenz

  • Pflegen Angehörige, so erhöht sich die Leistung auf 305 Euro statt bisher 235 Euro im Monat.
  • Kommt der Pflegedienst, so erhöht sich die Leistung auf 665 Euro statt bisher 450 Euro im Monat.

Pflegestufe 2 und Demenz

  • Angehörige erhalten aktuell für die Pflegeperson 525 Euro statt 440 Euro im Monat.
  • Bei Leistung durch den prof. Pflegedienst, erstattet die Pflegekasse 1.250 Euro statt bisher 1.100 Euro.

Förderung einer Pflege WG

  • Pro Person sollen einmalig max. 2.500 Euro für die Gründung einer Pflege Wohngemeinschaft bereit gestellt werden. Max. 10.000 Euro (z. B. bei 4 Personen), damit soll der Umbau der Wohnung finanziert werden.
  • Pro Monat werden für eine Hilfskraft max. 200 Euro erstattet, welche in der WG angestellt ist.
  • Ab 2015 werden aktuell 4.000 Euro pro Person und bis zu 16.000 Euro für die Pflege-WG bezahlt.

Weitere Verbesserungen gibt es in der Kurzzeitpflege, hier sollen in Zukunft die Angehörigen besser entlastet werden. Denn bisher wurde während dieser Zeit das Pflegegeld komplett gestrichen. Nun soll das Pflegegeld während der Kurzzeitpflege zur Hälfte weiterbezahlt werden.

Auch Pflegedienste können in Zukunft ganz spezielle Leistungen für demente Menschen anbieten, sowie entsprechende, zeitliche Vereinbarungen treffen.

Damit die Heimbewohner in Zukunft besser ärztlich betreut werden können, erhalten Ärzte, welche Ihre Patienten in Pflegeheimen besuchen, einen Zuschlag. Damit soll ein vorzeitiger Krankenhausaufenthalt vermieden werden. Sogar Zahnärzte erhalten bei Besuch einer dementen Person einen Zuschlag, wenn diese ins Heim oder nach Hause kommen.

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